
Tag 1 – Anreise
Am Sonntag haben wir uns alle am Flughafen in Stuttgart getroffen. Viele Eltern waren schon da. Herr Uzun hat uns erklärt, wie der Tag ablaufen wird. Danach haben wir unsere iPads und Schreibsachen bekommen. Der Check-in ging total schnell. Dann haben wir uns von unseren Eltern verabschiedet. Der Flug war schön. Manche haben geschlafen, andere geredet oder gelacht. In Izmir hat uns Frau Alpan, die Lehrerin aus der türkischen Schule, abgeholt. Es war schon dunkel und überall waren bunte Lichter. Manche von uns dachten sogar, wir wären in Dubai gelandet.
Frau Merz hat sich auf der Fahrt viel mit uns unterhalten und geschaut, dass es allen gut geht. Als wir im Hotel ankamen, waren wir richtig müde und hungrig. Wir haben schnell unsere Taschen ins Zimmer gebracht und sind essen gegangen. Danach sind alle sofort ins Bett gefallen. Die Zimmer waren groß und schön.

Tag 2 – Der erste Schultag
Am Montag gab es ein super Frühstück. Danach sind wir mit Herrn Uzun und Frau Merz zur türkischen Schule gefahren. Auf dem Schulhof wurden wir direkt von vielen neugierigen Schülern umringt, aber alle waren sehr nett. Wir durften bei der Morgenzeremonie zuschauen. Alle standen auf dem Schulhof, hörten Ansagen und sangen die türkische Nationalhymne. Das war echt beeindruckend. Danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt und durften in den Unterricht. Frau Merz hat zwischendurch bei uns vorbeigeschaut, ob alles gut klappt.
Später sind wir zu einem Hafen gefahren. Eine Gruppe ist mit kleinen Booten ins Vogelparadies gefahren, wo es über 200 Vogelarten gibt – sogar Flamingos! Die andere Gruppe hat Müll gesammelt, aber es war so sauber, dass kaum etwas zusammenkam. Danach haben wir gegessen und Fragebögen ausgefüllt.
Am Nachmittag waren wir kurz im Hotel und sind dann mit Herrn Uzun und Frau Merz in eine große Mall gefahren. Dort haben wir Geld gewechselt. Es war lustig, wie viele Scheine wir für unser Geld bekommen haben! Danach hatten wir Freizeit, haben gegessen und sind herumgelaufen. Später sind wir zu Fuß zurück ins Hotel.

Tag 3 – Ephesus und das Haus der Mutter Maria
Am Dienstag sind wir wieder in die Schule und dann mit zwei großen Bussen nach Ephesus gefahren. Auf der Fahrt haben die türkischen Lehrer Musik angemacht und alle haben mitgesungen. Herr Uzun und Frau Merz haben mitgelacht, weil die Stimmung so gut war.
In Ephesus haben wir viele alte Gebäude gesehen. Besonders interessant war der Ort mit den Steinsitzen, die wie Toiletten aussahen. Herr Uzun hat uns erklärt, dass die Menschen damals natürlich Toiletten zu Hause hatten, aber diese Plätze in Ephesus waren eine Art soziale toilette für reiche Kaufleute. Dort haben sie sich hingesetzt, miteinander gesprochen und sogar über ihre Geschäfte geredet. Deshalb sagt man heute noch: „Ich gehe mal mein Geschäft erledigen.“ Wir fanden das sehr lustig und konnten uns gar nicht vorstellen, wie die da saßen und dabei ernst über Arbeit geredet haben.
Danach sind wir zum Haus der Heiligen Mutter Maria gefahren. Es war ein ruhiger und besonderer Ort. Viele von uns waren überrascht, dass dort auch muslimische Menschen beten. Frau Merz hat uns erklärt, warum das für viele Menschen ein wichtiger Ort ist. Danach waren wir in einem kleinen Dorf namens Şirince. Es war schön und es gab viele kleine Läden. Abends im Hotel waren alle total kaputt.

Tag 4 – Kläranlage und Fähre
Am Mittwoch sind wir zur größten Kläranlage der Türkei gefahren. Es war riesig! Wir durften Fragen stellen, aber nach einer Weile wurde es etwas lang. Frau Merz hat gemerkt, dass wir langsam müde wurden, und hat uns zwischendurch Mut gemacht. Danach sind wir mit einer Fähre über die Bucht gefahren. Das war cool, weil manche von uns sogar kurz Kapitän spielen durften. Später haben wir uns von den türkischen Schülern verabschiedet.
Abends haben wir in der Stadt gegessen und sogar die Volleyball-Profis der Stadt getroffen! Frau Merz hat uns geholfen, Fotos zu machen. Zum Schluss sind wir in ein Restaurant gegangen, wo man so viel Vor- und Nachspeise essen konnte, wie man wollte. Es war richtig lecker.


Tag 5 – Stadttour in Izmir
Am Donnerstag haben wir den Uhrenturm besucht. Herr Uzun hat erzählt, dass er ein Geschenk vom deutschen Kaiser Wilhelm II. war. Danach sind wir zu einem alten Aufzug gefahren, der zwei Stadtteile miteinander verbindet. Der Aufzug wurde von einem jüdischen Geschäftsmann gebaut, damit ältere Menschen nicht über mehr als 200 Stufen laufen müssen. Das fanden wir sehr nett und hilfreich.
Dann sind wir nach Kadifekale gefahren. Dort gibt es eine alte Burg, die Alexander der Große bauen ließ. Der Reiseführer hat uns erzählt, dass Alexander dort auf der Jagd einen Traum hatte. In dem Traum wurde ihm gesagt, dass er auf genau diesem Hügel eine Stadt gründen soll. Von der Burg aus konnte man die ganze Stadt Izmir sehen. Frau Merz hat uns dabei geholfen, schöne Gruppenfotos zu machen.
Danach ging es in den Basar Kemeralti. Er war riesig und richtig voll! Weil es so eng war, durften wir nicht alleine gehen. Herr Uzun und Frau Merz sind mit uns durch die Hauptstraße gelaufen, und viele konnten Souvenirs kaufen. Zurück zum Hotel sind wir wieder mit der Fähre gefahren und haben die Stadt bei Nacht gesehen – das war wunderschön!
Tag 6 – Letzter Tag in der Schule
Am Freitag waren wir noch einmal in der Schule. Es gab eine kleine Feier für uns. Danach konnten wir auf einer Wissenschaftsmesse Experimente machen. Es ging um Umwelt und Nachhaltigkeit. Frau Merz hat uns geholfen, die Experimente besser zu verstehen. Am Abend wollten alle noch einmal in die Mall, um die letzten Sachen zu kaufen. Sie hat mit Herrn Uzun darauf geachtet, dass alle rechtzeitig zurück sind.
Abreise
Am Samstag ging es zurück nach Deutschland. Der Rückflug lief super, aber viele waren traurig, weil die Woche so schnell vorbei war. Frau Merz hat uns noch beim Einchecken geholfen und war bis zuletzt für uns da.
Bevor wir in den Flieger stiegen, haben wir uns alle bei Herrn Uzun und Frau Merz bedankt, weil sie sich die ganze Woche so gut um uns gekümmert haben. Trotzdem haben wir uns gefreut, unsere Familien wiederzusehen.

Die Reise war echt toll! Wir haben so viel erlebt, gelacht und über die Türkei gelernt.